Wandaufbau




Wandkonstruktion

Zur Herstellung der Massivholzwände werden Seitenwarebretter verwendet, die bei der Balkenproduktion anfallen. Die etwa 23 mm dicken Bretter werden getrocknet und dann mehrschichtig kreuzweise verpresst. Dabei werden weder Leim noch Chemie eingesetzt. Die Bretter sind durch Alu-Rillennägel miteinander verbunden. Da die Alunägel diagonal eingenagelt werden, ergibt sich eine hohe Formstabilität.
Der kompakte, monolithische Aufbau der Wände sorgt für Resistenz gegen Holzschädlinge sowie eine gute Wärmespeicherleistung. Zwei bis drei Millimeter tiefe Nuten in den einzelnen Brettern dienen darüberhinaus als Luftpolster, was die Dämmeigenschaften der Massivholzwände noch erhöht.

Es sind verschiedene Wandstärken verfügbar:

• Außenwand 34,0 cm = 15 Lagen
• Außenwand 29,0 cm = 13 Lagen
• Außenwand 25,0 cm = 11 Lagen
• Außenwand 20,5 cm = 9 Lagen
• Innenwand 16,0 cm = 7 Lagen
• Innenwand 11,5 cm = 5 Lagen



Die Massivholz-Wandelemente werden computergesteuert millimetergenau mit allen Fenster- und Türausschnitten sowie den Installationskanälen und Ausschnitten für Steckdosen vorgefertigt.

Der stabile Aufbau der Wände ermöglicht die Verwendung verschiedenster Deckensysteme, wie z. B. Brettstapeldecken (auch auf dem Keller) oder Holzbalkenkonstruktionen.
Auflager und Randbalken sowie Unterzüge für sichtbare Deckenkonstruktionen werden schon im Werk vorgearbeitet.

Wandaufbau


Wand mit Außenputz

Wandaufbau von außen nach innen:

• Mineralischer Putz
• Holzfaserdämmung
• Massivholzmauer
• Gipskartonplatte 1,8 cm,
  alt. Lehmbauplatte 2 cm oder
  Holzverschalung
• Installationsfräsung / Bohrung

Wand mit Putz

Auf die Massivholz-Wandelemente wird innen beispielsweise eine Gipskartonplatte von 12,5 mm Dicke montiert. Außen wird ein diffusionsoffener Putz aufgetragen.
Die Außenwand kann zusätzlich noch mit Holzfaserplatten gedämmt werden. Dabei ist darauf zu achten, dass die hervorragenden Eigenschaften der Massivholzwand im Bereich des Wärmeverbundsystems nicht verlorengehen. Alternativ dazu kann die Fassade auch mit Klinkern gestaltet werden, je nach regionaler Bautradition.



Wand mit Holzverschalung

Wandaufbau von außen nach innen:

• Holzverschalung außen
• Lattung
• Holzfaserdämmung
• Massivholzmauer
• Gipskartonplatte 1,8 cm,
  alt. Lehmbauplatte 2 cm oder
  Holzverschalung
• Installationsfräsung / Bohrung

Außenwand mit Lattung

Ebenso können die Massivholzwände nach außen hin mit Holz verschalt werden. Eine Dampfsperre, wie bei der üblichen Holzständerbauweise, ist nicht nötig, da die Wände atmungsaktiv sind und die Feuchtigkeit auf natürlichem Wege regulieren. Dadurch, dass der Taupunkt außerhalb der Konstruktion liegt, bildet sich kein Schimmel.

Glaser-Verfahren PDF (64 kB)